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Rhythmische Fünfer-Strukturen

Dividiert man 16 durch fünf ergibt sich 3 mal 5 plus 1:

5 5 5 1
5 5 1 5
5 1 5 5
1 5 5 5

Wenn man jede 5 noch in eine 2 und eine 3 unterteilt:

3 2 3 2 3 2 1
2 3 2 3 2 3 1

3 2 3 2 1 3 2
2 3 2 3 1 2 3

3 2 1 3 2 3 2
2 3 1 2 3 2 3

1 3 2 3 2 3 2
1 2 3 2 3 2 3

Jede 3 könnte dann eine punktierte Achtel sein, jede 2 eine Achtel und jede 1 eine Sechzehntel. Je nach Tempo und rhythmischer Situation, ist aber auch jede andere Notierung möglich.

Das gleiche kann man auch mit 5:32 machen. Dann hat man 6 mal 5 und eine 2.

Die Rhythmen, die sich daraus ergeben sind sehr inspirierend. Vor allem, wenn man sie in der linken Hand zur Begleitung einsetzt und mit der rechten darüber improvisiert.

Es gibt ja ein interessantes Phänomen, das mir bei Engagements mit meiner Hochzeitsband schon des öfteren aufgefallen ist: Der musikalisch ungebildete Zuhörer steigt bei komplexen Strukturen schnell einmal aus, wenn es sich um komplizierte Harmonien oder Melodien handelt. Er kommt jedoch bei komplexen rhythmischen Strukturen gefühlsmäßig “leichter mit”, weil Rhythmus auf einer energetischen Ebene wahrgenommen wird – man könnte auch sagen mit dem Bauch und nicht mit dem Kopf.

Mozart – Phantasie in d-Moll

Ja, auch ein Jazzmusiker spielt manchmal gerne Klassik. Mir fallen dazu ein paar Aspekte ein:

  1. Manchmal beneide ich klassische Musiker, weil es relativ klar ist, was man üben muss, um ein Stück einzustudieren. Das ist im Jazz oft etwas schwierig, weil man sich immer wieder Konzepte erarbeiten muss, um nicht an der Oberfläche zu bleiben und um über einen längeren Zeitraum an dem Material, das man übt, dran zu bleiben.

    Das Ergebnis des Übungsprozesses ist “in der Klassik” auch viel eindeutiger und klarer sichtbar, als im Jazz, wo es oft Jahre dauert, bis das Material, an dem man arbeitet, in die eigene musikalische Ausdrucksweise einfließt und dann wie selbstverständlich in der Improvisation “kommt”, ohne dass man selber etwas dabei tut – und nur so ist Improvisation überhaupt möglich.

  2. Interessant sind auch die ungewohnten Klänge, die man dem Klavier entlocken kann, indem man einerseits diesen andern Zugang zur Musik hat, mit dieser Fixierung auf den Notentext und andererseits die Klänge, Akkorde, Harmonien der klassischen Musik sich natürlich von der Klangästhetik des Jazz stark unterscheiden. Interessant wäre es, in einer Barmusik Situation ein bis zwei klassische Stücke zu spielen, weil es eben ein ganz anderer “Sound” ist und damit eine nette Abwechslung.
  3. Die Freiheit, die man im Jazz hat, lernt man – wie im Leben – noch viel mehr zu schätzen, wenn man sie vorübergehend nicht hat.
  4. Eigentlich ist es vollkommen egal, WAS man übt, es kommt nur auf das WIE an. Jede Form von Klangwelt, zu der man durch das Üben einen Zugang findet, verändert einem und fließt in irgendeiner Form in die eigene Musik ein.

Never Again

Dieses Lied habe ich damals in meiner Zeit in New York geschrieben und jetzt neu aufgenommen.

Musik von Dietmar Gabl (c) 1996

Okay, I See

Die lyrischen Bilder meiner Video-Experimente haben mich zu dem Lied “Okay, I See” inspiriert. Dann habe ich Bild und Ton zusammengefügt und entstanden ist das:

Musik von Dietmar Gabl (c) 2011

That Was Lucky

Takt: 5/4
Tempo: 168 bpm
Form: AÀBB

Musik von Dietmar Gabl (c) 2011

Es gibt Jazzmusiker, die spielen alles im 5/4 Takt, wenn die Leute zum tanzen anfangen. Bei uns ist das natürlich anders. Wir wollen ja, dass die Leute tanzen, wenn wir Tanzmusik spielen.

Kampf der Roboter

Der Konkurrenzkampf wird immer härter.

Sad Song

Musik von Dietmar Gabl (c) 2011

Der Nabel der Welt

… natürlich immer unter meinen Füßen.

Modern Art

Bring Flecken nicht zur Reinigung, bring sie zur Entfaltung!

Musik von Dietmar Gabl (c) 2011

Zeitfenster

Es ist nun Anfang Oktober und die Hochzeits-Engagements mit meiner Hochzeitsband “Haute Couture” gehen zu Ende. Das Leben eines selbständigen Musikers ist ja bestimmten Jahreszyklen unterworfen. Je nach musikalischer Ausrichtung und Vorlieben gibt es eine Hochzeitssaison, eine Ballsaison, eine Zeit für Weichnachtsfeiern, Firmenfeiern, eine Konzertsaison. Bis zu den geplanten Barmusik Engagements bei diversen Firmen dauert es noch und so ergibt sich ein Zeitfenster, dass man für kreative Dinge nutzen kann.

In meinem Fall bedeutet das Komponieren, Aufnehmen und die Produktion von künstlerischen, trashigen Videoclips, bei denen oft improvisierte Klaviermusik dazu dient, eine bestimmte Stimmung, eine Atmosphäre zu schaffen.

Die kommenden Wochen werde ich dazu nutzen, um an dieser Stelle Eigenkompositionen und Videoclips zu publizieren, auf dass diese Dinge auch anderen Menschen einen ähnlichen Spaß bereiten, wie mir selber.

Mögen die Resultate noch so unterschiedlich sein, wenn man auf der einen Seite Tanzmusik macht, auf der anderen Seite eigene Musik produziert, die wohl eher in einen konzertanten Kontext passt, der Ursprung ist bei beiden Dingen der gleiche: Die Lust am musikalischen Gestalten und Experimentieren mit den Mitteln der Improvisation.