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Yes Or Yes?

Bei dieser Eigenkomposition wechseln ausnotierte Teile mit Improvisationsteilen, bei denen die rechte Hand über ein Ostinato der linken Hand improvisiert.

The Heart Of The East

Eine Eigenkomposition aus dem Jahr 2018, die auf der harmonischen Ebene sehr dicht und wendig ist und eine „östlich anmutende“, freudig-melancholische Grundstimmung hat.

Hat auch Spass gemacht, den Flügel optisch in´s rechte Licht zu setzen.

Pianist

Barpiano auf der Agape einer Hochzeit

Bei einem Engagement auf einer Hochzeit hat die Hochzeitsband Haute Couture zuerst bei der Trauung im Duo gespielt, dann hat bei der Agape der Pianist Solo gespielt, am Abend hat dann die gesamte Band zum Tanz aufgespielt.

Hier ein kurzer Ausschnitt mit Barpiano.

Haute Couture Duo am Donauschiff

Bei der Firmenfeier der Vitalakedemie hatten wir Gelegenheit, am Donauschiff „Regina Danubia“ zu spielen.

Wenn wir als Duo Barmusik machen, spielen wir normalerweise Swing, Bossanovas und Popsongs. Wenn es aber passt, und das Publikum mitgeht spielen wir auch sehr gerne tanzbare Barmusik, wie in dem Video zu hören. Da können dann Rhumba, Cha Cha Cha, oder Rock´n Rolls dabei sein oder ein Langsamer Walzer…

Wieder zurück

Nach einem Hacker-Angriff war dieser Blog einige Zeit offline. Ein paar Beiträge sind auch verloren gegangen.

Da ich mich jetzt wieder verstärkt um meine Band Haute Couture kümmere, mit der wir als Hochzeitsband oder als Barmusik Duo oder Trio unterwegs sind, bin ich froh, dass mir dieses Medium wieder zur Verfügung steht. Abgesehen davon erfüllen die Beiträge auch den Zweck einer Art Tagebuch -Funktion, wo man sich gerne an frühere Phasen zurück erinnert.

Die Morgenstund

Die letzten Tage bin ich eher der frühe Vogel. Ich habe mich schon gefragt, wie wohl der Wurm aussehen wird, den ich da fangen werde. Früh aufstehen ist ja nix für Musiker. Meine Gigs mit meiner Band „Haute Couture“ finden ja fast ausschließlich in den Abend und Nachtstunden statt.

Bin jedenfalls heute früh aufgewacht und schaue auf die Uhr: 6:59 – wenn man das auf den Kopf stellt, schaut es auf meiner Uhr auch fast wie 6:59 aus (eigentlich 65:9). Eine Minute später: 00:L funktionierts schon nicht mehr. Da wär ich nie drauf gekommen, ohne dass ich einmal so früh aufgestanden wäre. Da ist er schon der Wurm!

Wechsel zwischen Dreivierteltakt und Viervierteltakt

Eine lustige Sache ist es, wenn man bei einem Lied, das eigentlich im Dreivierteltakt geschrieben ist (ein Jazzwaltz) in einen vierviertel Swing wechselt. Das kann die gesamte Band so machen, aber interessant klingt es auch, wenn in der Band nur der Solist oder nur der Schlagzeuger wechselt und die anderen Musiker im Dreivierteltakt bleiben.

Nachdem im Jazz der Puls und damit die Länge der einzelnen Takte eine unverrückbare Referenzgröße darstellen, kann man nur so wechseln, dass sich die Taktlängen nicht verändern.

Wechsel vom Dreivierteltakt in den Viervierteltakt:
Hier werden aus den punktierten Vierteln des Dreivierteltakts die Viertel des Viervierteltakts.

Wechsel vom Vierviertel Swing in den Dreivierteltakt:
Das ist die schwierigere Übung und geht besonders gut in einem schnelleren Medium Tempo, etwa 200 bpm mit einem Lied, in dem die Akkorde ganztaktig wechseln.
Aus den beiden Vierteltriolen des Viervierteltakts werden die sechs Achtel des Dreivierteltakts.

Die Beziehung zum Publikum herstellen

Für Barpianisten gibt es ja den Trick, dass man sich eine Person aussucht, die gerade zuhört und dann spielt man nur für diese Person. Dadurch genügt eine einzige aufmerksame Person, um eine Beziehung zum Publikum herzustellen.
Überrascht hat mich, dass diesen Trick auch berühmte Pianisten anwenden, wie zum Beispiel Arthur Rubinstein, die auch das Problem kennen, vor einem unaufmerksamen Publikum zu spielen. Bei Barmusik gibt es ja immer diese Gratwanderung zwischen einer Musikuntermalung, bei der sich die Leute gut miteinander unterhalten können und einem Musikstil, der auch für den aufmerksamen Zuhörer etwas zu bieten hat. Dagegen sollte man meinen, dass das bei richtiger Konzertmusik mit stillem Publikum anders sein sollte. Dem ist offenbar nicht so.

Rhythmische Fünfer-Strukturen

Dividiert man 16 durch fünf ergibt sich 3 mal 5 plus 1:

5 5 5 1
5 5 1 5
5 1 5 5
1 5 5 5

Wenn man jede 5 noch in eine 2 und eine 3 unterteilt:

3 2 3 2 3 2 1
2 3 2 3 2 3 1

3 2 3 2 1 3 2
2 3 2 3 1 2 3

3 2 1 3 2 3 2
2 3 1 2 3 2 3

1 3 2 3 2 3 2
1 2 3 2 3 2 3

Jede 3 könnte dann eine punktierte Achtel sein, jede 2 eine Achtel und jede 1 eine Sechzehntel. Je nach Tempo und rhythmischer Situation, ist aber auch jede andere Notierung möglich.

Das gleiche kann man auch mit 5:32 machen. Dann hat man 6 mal 5 und eine 2.

Die Rhythmen, die sich daraus ergeben sind sehr inspirierend. Vor allem, wenn man sie in der linken Hand zur Begleitung einsetzt und mit der rechten darüber improvisiert.

Es gibt ja ein interessantes Phänomen, das mir bei Engagements mit meiner Hochzeitsband schon des öfteren aufgefallen ist: Der musikalisch ungebildete Zuhörer steigt bei komplexen Strukturen schnell einmal aus, wenn es sich um komplizierte Harmonien oder Melodien handelt. Er kommt jedoch bei komplexen rhythmischen Strukturen gefühlsmäßig „leichter mit“, weil Rhythmus auf einer energetischen Ebene wahrgenommen wird – man könnte auch sagen mit dem Bauch und nicht mit dem Kopf.

Mozart – Phantasie in d-Moll

Ja, auch ein Jazzmusiker spielt manchmal gerne Klassik. Mir fallen dazu ein paar Aspekte ein:

  1. Manchmal beneide ich klassische Musiker, weil es relativ klar ist, was man üben muss, um ein Stück einzustudieren. Das ist im Jazz oft etwas schwierig, weil man sich immer wieder Konzepte erarbeiten muss, um nicht an der Oberfläche zu bleiben und um über einen längeren Zeitraum an dem Material, das man übt, dran zu bleiben.

    Das Ergebnis des Übungsprozesses ist „in der Klassik“ auch viel eindeutiger und klarer sichtbar, als im Jazz, wo es oft Jahre dauert, bis das Material, an dem man arbeitet, in die eigene musikalische Ausdrucksweise einfließt und dann wie selbstverständlich in der Improvisation „kommt“, ohne dass man selber etwas dabei tut – und nur so ist Improvisation überhaupt möglich.

  2. Interessant sind auch die ungewohnten Klänge, die man dem Klavier entlocken kann, indem man einerseits diesen andern Zugang zur Musik hat, mit dieser Fixierung auf den Notentext und andererseits die Klänge, Akkorde, Harmonien der klassischen Musik sich natürlich von der Klangästhetik des Jazz stark unterscheiden. Interessant wäre es, in einer Barmusik Situation ein bis zwei klassische Stücke zu spielen, weil es eben ein ganz anderer „Sound“ ist und damit eine nette Abwechslung.
  3. Die Freiheit, die man im Jazz hat, lernt man – wie im Leben – noch viel mehr zu schätzen, wenn man sie vorübergehend nicht hat.
  4. Eigentlich ist es vollkommen egal, WAS man übt, es kommt nur auf das WIE an. Jede Form von Klangwelt, zu der man durch das Üben einen Zugang findet, verändert einem und fließt in irgendeiner Form in die eigene Musik ein.