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Bildungshaus Jägermayrhof

Im Linzer Bildungshaus Jägermayrhof werden die sozialdemokratischen Ideale der sechziger- und siebziger Jahre immer noch gelebt. Es gibt ein Kulturangebot mit Ausstellungen, Konzerten und Lesungen.

Die ursprüngliche Idee war, der Arbeiterschaft nicht nur eine Interessensvertretung zu bieten, sondern eine Gemeinschaft, ein Freizeitangebot und die Möglichkeit, sich durch Bildung und Kultur weiter zu entwickeln. Es wurde ein breit ausgelegter Kunstbegriff in´s Parteiprogramm geschrieben (Jeder kann ein Künstler sein). Dem einfachen Arbeiter wurde, unterstützt von Egalitätstheorien, die Möglichkeit zu beruflichem und sozialem Aufstieg ermöglicht.

Heute ist es eine Tatsache, dass die Arbeiterschaft in Scharen nach rechts davon läuft und auf die dumpfesten Botschaften reflektiert, an Kultur und an Bildung schlicht nicht interessiert ist. Den deutschen Linksintellektuellen ist in den Siebziger Jahren der gewünschte Schulterschluss mit den Arbeitern auch schon nicht geglückt.

Die Gewerkschaften finden sich immer häufiger in der Rolle von nach rückwärts gewandten, rhetorisch wunderbar geschulten Reformverhinderern und Privilegienbewahrern. Funktionäre, die keine Visionen haben, sondern beinharte Machtpolitik für Ihre Klientel betreiben.
Ist da etwas schief gelaufen?

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