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Brotjob oder Kompromiss

In diesem Beitrag geht es um den schnöden Mammon.

Bei Menschen mit künstlerischen Berufen gibt es das Problem, dass das, was den Künstler wirklich interressiert, nur wenige Leute interessiert und somit wenig Geld einbringt.

Es gibt zwei Wege, den Lebensunterhalt zu bestreiten.

  1. Die zweigleisige Methode. Man macht künstlerisch nur das, was einem wirklich interessiert, unabhängig davon, wie viel Geld es einbringt und das Geld verdient man mit einem Brotjob, der mit der künstlerischen Tätigkeit in keinem, oder nur in einem sehr losen Zusammenhang steht.
  2. Die eingleisige Methode. Man sucht nach Durchschnittsmengen zwischen dem, was man gerne macht und dem, was sich verkaufen läßt und trachtet danach, immer mehr von dem machen zu können, was man wirklich möchte.

Ein klassischer Brotjob bei Künstlern ist Kellner. Klassischer Brotjob bei Musikern ist Musiklehrer.

Bei der zweiten, der eingleisigen Methode, gibt es je nach künstlerischer Tätigkeit verschiedene Möglichkeiten. Bildende Künstler und Literaten finden in der Werbeindustrie Beschäftigung, Tänzer in der Showbranche, klassische Musiker landen im Kurorchester und Jazzmusiker in der Unterhaltungsmusik. Schauspieler findet man im Kabarrett, sie mutieren zu Moderatoren, Nikoläuse und Kinderclowns.

Vorteil bei der zweigleisigen Methode ist, dass man sich künstlerisch auf das konzentrieren kann, was einem wirklich interessiert und dass man keinerlei Kompromisse eingehen muss. Der Nachteil ist oft eine prekäre finanzielle Situation und Zeitmangel für die Kunst.

Vorteil bei der eingleisigen Methode ist, dass man ausreichend Zeit und Gelegenheit für die künstlerische Tätigkeit findet und davon leben kann. Ein Nachteil ist, dass man einer permanenten Beeinflussung ausgeliefert ist und Gefahr läuft, aus den Augen zu verlieren, was man eigentlich ursprünglich machen wollte.

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