Da bin ich aber froh, dass ich den barocken Dachstuhl des Linzer Ursulinenhofes, mitsamt der darin befindlichen Ausstellung, noch gesehen habe, bevor er dem Großbrand zum Opfer fiel.
An diesem Abend hatte ich offenbar Glück in mehrfacher Hinsicht:
Zuerst hatte ich es wahrscheinlich dem schlechten Wetter zu verdanken, dass ich am Tag der Ausstellungseröffnung ohne Karte am Rundgang über die Dächer teilnehmen konnte.
Dann bin ich zufällig in eine Führung hineingestolpert, die der Kurator der Ausstellung höchstpersönlich, der Schweizer Paolo Bianchi, gemacht hat. Er kennt natürlich die Projekte in und auswendig, hat alles schön erklärt und hat auch ein Live-Statement eines zufällig anwesenden russischen Videokünstler ermöglicht. Der hat etwas zu seinen Videos erzählt, anfangs etwas schüchtern, später überhaupt nicht mehr zu bremsen.
Dann haben wir auch den Dachstuhl besichtigt und dann ist er auch schon abgebrannt, nach ein paar Tagen. Was lehrt uns das über die Vergänglichkeit alles Materiellen?????????


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