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Embellished Superimposition

Unter dem etwas sperrigem Titel verbirgt sich eine Methode zur Bildung von wunderschönen Melodien, die mich in letzter Zeit besonders fasziniert. Der Titel setzt sich zusammen aus den Worten Embellishment und Superimposition.

Embellishment bedeutet soviel wie „Ausschmückung, Verzierung“. Gemeint ist damit die Umspielung von Akkordtönen, wie ich es in einem früheren Artikel unter Annäherungen an Akkordtönen bereits beschrieben habe.

Superimposition bedeutet, dass man über einen Akkord einen anderen Akkord spielt und somit die interessanteren Töne schneller findet. Wenn man zum Beispiel über einen C7-Akkord einen Dbm-Akkord spielt, erhält man einen alterierten Klang.

Der Zauber liegt in der Kombination der beiden Techniken. Vor allem größere Sprünge in der Melodie klingen fantastisch.

Ich versuche immer diese Melodien in Verbindung mit meinen Solopiano – Auftritten oder bei meiner Hochzeitsband zur Anwendung zu bringen. Zur Verwendung in verschiedenen Stilen von Barmusik und gehobener Tanzmusik ist zu sagen, dass sich die Methode vor allem für Balladen oder harmonisch interessante Swing Nummern oder Bossa Novas im mittleren Tempo, vorzugsweise mit einem Akkord pro Takt, eignet.

Es ist keine „Hochgeschwindigkeitstechnik“. Also fixe Patterns mit ausgeklügeltem Fingersatz machen wahrscheinlich keinen Sinn. Hal Galper, bei dem ich in New York studiert habe, hat den Ausdruck „Supermelodic“ verwendet. Das finde ich für diese Technik sehr treffend.

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