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Kafkaeskes Erlebnis im Brückenkopfgebäude OST

Ein eigenartiges Gefühl beschleicht einem, wenn man durch die leeren Büroräume des ehemaligen Finanzamts, das sich bis vor kurzem im Brückenkopfgebäude OST befunden hat, streunt.

In den ehemaligen Amtsstuben hängt noch der Geruch der Vergangenheit. Amtliche Informationen hängen noch an den Wänden, man sieht, wo die Kopierer gestanden haben.
Endlose Reihen von Büroräumen auf mehreren Etagen. Manche sind miteinander durch Zwischentüren verbunden, manche von Ihnen, das waren wohl die Büros der höheren Beamten, hatten Zugangsbarrieren in Form von vorgelagerten Durchgangszimmern.

Auf jeden Fall ist es ein Kafkaeskes Erlebnis. Man ahnt, wie sich Josef K. gefühlt haben muss, als er durch die Kanzleien geirrt ist, seine Kraft verloren hat und daran zerbrochen ist.

Jeder, der die paranoide Faszination Franz Kafkas für solche Amtsstuben, Kanzleien und verfilzten, undurchschaubaren Beamtensystemen nachvollziehen kann, sollte sich das unbedingt ansehen.

Zur Zeit findet dort eine Ausstellung der Kunstuni Linz statt. Diese dauert noch bis 5. Juni 2009. Solange kann man sicher noch rein. Früher oder später wird das Brückenkopfgebäude OST aber sicher einem neuen Zweck gewidmet werden, auf seinem langen Weg durch die Geschichte.

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