Selbe Übung wie vorgestern, nur mit folgenden Annäherungstönen:
Erster Ton: Skalenton darüber
Zweiter Ton: Halbton darunter
Wieder in 12 Tonarten und mit sieben Akkordtypen. Danach wieder Integration in die Improvisation über Jazz-Tunes.
Selbe Übung wie vorgestern, nur mit folgenden Annäherungstönen:
Erster Ton: Skalenton darüber
Zweiter Ton: Halbton darunter
Wieder in 12 Tonarten und mit sieben Akkordtypen. Danach wieder Integration in die Improvisation über Jazz-Tunes.
Ich habe heute drei mögliche Annäherungen an Akkordtöne geübt.
Diese drei Annäherungen habe ich mit folgenden Akkordtönen geübt: Grundton, Terz, Quint, Septime, None, 11 und 13.
Das ganze in allen 12 Tonarten.
Und mit folgenden Akkordtypen: Majorseptakkord, Dominantseptakkord, Alterierter Septakkord, Mollmajorakkord, Mollseptakkord, Halbverminderter Septakkord und Verminderter Septakkord.
Danach habe ich versucht, die Annäherungen in die Improvisation über ein paar Jazzstandards zu integrieren.
Hier möchte ich einen spielerischen Weg aufzeigen, wie ein Klavier- oder Keyboard-Anfänger durch ausprobieren und neugieriges Experimentieren Funktion und Gestalt der zwölf Dur-Tonarten kennen lernen kann.
Die trockene Theorie in Form des Quintenzirkels sollte erst später dazu kommen. Zu Beginn sollte Musiktheorie immer in Verbindung mit musikalischen Inhalten gelehrt und gelernt werden. Der Lerneffekt ist um so größer, je mehr Neugierde und Spaß an der Übung beteiligt sind.
Die Übung funktioniert so:
Jetzt sollte klar sein, warum man verschiedene Tonarten benötigt, dass dabei die schwarzen Tasten eine Rolle spielen und wo bei den einzelnen Tonarten die schwarzen Tasten liegen.
Ich habe im vorigen Artikel darüber gesprochen, dass es für sämtliche neuen Eindrücke bereits vorhandene Strukturen gibt, in die wir diese einordnen.
Sind diese Stukturen fest verankert, oder können sie verändert werden? Die moderne Hirnforschung geht davon aus, dass es möglich ist, auch im Erwachsenenalter, Synapsenverbindung zu lösen und neu zu organisieren. In dem Artikel Wusstest du schon, Gehirn und Fernsehen wird näher auf die Funktion der Synapsenbildung eingegangen.
Wie können die Synapsenverbindungen neu organisiert werden? In dem man Erfahrungen und Eindrücke von den alten Strukturen entkoppelt, oder in dem man sie an etwas neues koppelt.
Entkoppeln funktioniert beispielsweise durch Meditation, Koppeln funktioniert durch Lernen oder durch Identifikation mit neuen Haltungen oder Visualisierung von neuen Situationen.
In der Arbeit mit improvisierter Musik ist man auch ständig mit beiden Dingen beschäftigt. Einerseits dem Erarbeiten und Internalisieren von neuen Mustern und Strukturen – also Koppeln – und andererseits am Erlernen von Techniken, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und sich auf musikalisches Neuland zu begeben – also Entkoppeln.
In immer wieder kehrenden musikalischen Situationen, etwa eine bestimmte Akkordfolge, liegt die Versuchung nahe, immer ähnliche Wege zu beschreiten und immer die gleichen Muster zu verfolgen. Das ist verständlich, denn das verleiht Sicherheit. Rein ökonomisch betrachtet bedeutet, diese Muster zu verlassen, zunächst einen größerem Aufwand. Das “Neuland”, auf dem man sich dann aber befindet, wirkt auf den Musiker äußerst inspirierend, so dass man die zusätzlich aufgewendete Energie wieder zurück bekommt.
Einmal noch die Welt mit Kinderaugen sehen. Etwas, das unwiederbringlich verloren scheint. Die Erfahrungen, die man in seinem bisherigem Leben gemacht hat, sind wie tiefe Furchen, ausgetretene Wege in unseren Hirnwindungen, in die wir immer wieder zurückfallen, ob wir wollen oder nicht. Unser Gehirn hat so viele Muster und Strukturen gebildet, dass wir sämtliche neuen Erfahrungen in diese, bereits vorhandenen, Muster einordnen.
Watzlawick würde sagen, wir haben uns unsere ureigenste Welt schon konstruiert, in der wir jetzt leben. Andere haben das auch schon als Gefängnis bezeichnet, in dem jeder von uns drinnen sitzt und aus dem niemand raus kommt.
Manche Mystiker gehen davon aus, dass die reine, objektive Wahrnehmung, wenigstens in gewissen Momenten erreichbar ist und durch Techniken wie Meditation geschult werden kann.
Mit einem Freund hatte ich kürzlich ein interessantes Gedankenexperiment: Was, wenn man eine vollkommen künstliche Welt erschafft, in dem es keine Möbel, keine Fortbewegungsmittel und überhaupt nichts gibt, was wir bereits kennen. Wir sind zu dem Schluß gekommen, dass man trotzdem alles, was man wahrnimmt in Bezug auf die eigenen Erfahrungen des bisherigen Lebens in bereits vorhandene Muster einordnen würde.
Die Welt noch einmal wahrzunehmen, wie es Kinder machen, ist also einem Erwachsenen verwehrt.
Beim Durchspielen einer Transkription bin ich auf zwei neue Voicings gestoßen, die mir sehr gut gefallen. Das Stück hieß “Liebesleid” von Fritz Kreisler und gespielt hat es der Voicing-Spezialist Clare Fisher.
Das erste Voicing ist ein Majorakkord mit der Quint als top-note, geeignet für mittlere Lage.
Das zweite Voicing ist ein Dominantseptakkord mit b9, und ebenfalls der Quint in der top-note.
Ich habe die Voicings in allen zwölf Tonarten geübt und anschließend versucht, sie in Rubato Intros von ein paar Jazzstandards einzubauen.
Ein Wildwasser Kajakfahrer und Hundeliebhaber sagt: “Lieber ein gestromter Hund* als ein hundiger Strom**”
* besondere Musterung des Fells
** zB schwere Verblockung im Flußlauf
Dieses kleine Stück im Fünfviertel Takt habe ich schon vor einigen Jahren aufgenommen. Der Titel mag etwas irreführend sein, denn mit Weihnachten hat das Lied überhaupt nichts zu tun. Ich wollte einfach die kindliche Vorfreude zum Ausdruck bringen, auf das was sich üblicherweise “Under the X-mas Tree” befindet.
Under the X-mas Tree (c) 2001 by Dietmar Gabl