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Krankenakten

Bei der Öbb gibt es derzeit einen Skandal über das Führen von Krankenakten von Mitarbeitern.
Aber wohin die kranken Nackten geführt wurden, wurde bis jetzt noch nicht gesagt.

Short Life

Tess_CDCover_210Ein weiteres Lied von mir, in der Besetzung Klavier und Tuba, aufgenommen im Jahre 1995 für die CD “Tess” mit Ali Angerer.

Die Form des Liedes ist eher einfach und gefällig. Absoluten Jazzpuristen wird es vielleicht zu populär klingen, Menschen, die üblicherweise mit Jazz nichts am Hut haben, werden dieses Lied mögen.

“Short Life” by Dietmar Gabl und Ali Angerer (c) 1995

Innere Linienführungen

Als Vorbereitung für die anstehenden Barmusik – Gigs arbeite ich an inneren Linienführungen. Damit meine ich eine Melodie, die sich zwischen Basston und Topnote bewegt.

Sehr gut gefällt mir eine zweistimmige Linie, die sich im Abstand einer Sext oben von der Terz bis zur Quint und unten von der Quint bis zur Septime bewegt.

Es funktioniert gut mit Majorakkorden, Mollseptakkorden und Dominantseptakkorden.

Zuerst übe ich die Linienführung mit diesen drei Akkordtypen in allen zwölf Tonarten, dann versuche ich sie in Lieder meines Repertoires zu integrieren.

09-09-09

Heute ist der 09.09.09 und ich bin um 09:09 Uhr aufgewacht. Vielleicht kann mir mal ein Zahlenmystiker erklären, was das für mich und den Rest meines Lebens bedeutet.

Tonband in Science-Fiction Roman

Lese gerade den Science-Fiction Roman Solaris von Stanislaw Lem. In dem Roman spielt ein Tonband eine Rolle. Schwer vorzustellen, dass man in ferner Zukunft auf digitale Aufzeichnung verzichten wird und wieder zum guten alten Tonband zurückkehrt.

Ich finde, es hat immer wieder etwas charmantes, wenn in Science-Fiction, die selber schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat, veraltete Technologien in einem Zukunfts-Kontext verwendet werden.

Annäherung an Akkordtöne II

Selbe Übung wie vorgestern, nur mit folgenden Annäherungstönen:

Erster Ton: Skalenton darüber
Zweiter Ton: Halbton darunter

Wieder in 12 Tonarten und mit sieben Akkordtypen. Danach wieder Integration in die Improvisation über Jazz-Tunes.

Annäherungen an Akkordtöne

Ich habe heute drei mögliche Annäherungen an Akkordtöne geübt.

  1. Vom Halbton darunter
  2. Vom Ton der betreffenden Skala (Tonleiter), der über dem Akkordton liegt
  3. Annäherung mit zwei Tönen: Halbton darunter und Skalenton darüber

Diese drei Annäherungen habe ich mit folgenden Akkordtönen geübt: Grundton, Terz, Quint, Septime, None, 11 und 13.

Das ganze in allen 12 Tonarten.

Und mit folgenden Akkordtypen: Majorseptakkord, Dominantseptakkord, Alterierter Septakkord, Mollmajorakkord, Mollseptakkord, Halbverminderter Septakkord und Verminderter Septakkord.

Danach habe ich versucht, die Annäherungen in die Improvisation über ein paar Jazzstandards zu integrieren.

Musiktheorie für Anfänger – die 12 Tonarten

Hier möchte ich einen spielerischen Weg aufzeigen, wie ein Klavier- oder Keyboard-Anfänger durch ausprobieren und neugieriges Experimentieren Funktion und Gestalt der zwölf Dur-Tonarten kennen lernen kann.

Die trockene Theorie in Form des Quintenzirkels sollte erst später dazu kommen. Zu Beginn sollte Musiktheorie immer in Verbindung mit musikalischen Inhalten gelehrt und gelernt werden. Der Lerneffekt ist um so größer, je mehr Neugierde und Spaß an der Übung beteiligt sind.

Die Übung funktioniert so:

  1. Man spielt vom Ton C beginnend “Alle meine Entlein” oder “Ist ein Mann in Brunnen gfallen” oder ein ähnliches Lied, das die ersten fünf oder sechs Töne der Durtonleiter in sequentieller Folge – also ohne Sprünge benötigt.
  2. Jetzt beginnt man mit dem D. Aber man spielt nicht sofort das Lied sondern nur den Anfangston und singt den Rest des Liedes vom Ton D aus beginnend.
  3. Sobald man das Lied mit den genauen Tonhöhen singen kann, beginnt man nach und nach sich die Töne auf der Tastatur zu suchen, in dem man gleichzeitig singt und die richtigen Töne dazu sucht.
  4. Wenn man Schwierigkeiten hat, sollte man immer wieder vom Ausgangston aus beginnen, so arbeitet man sich Ton für Ton durch das Lied
  5. Man wiederholt die Übung auf allen zwölf Tönen
  6. Man versucht sich die Lage der schwarzen Tasten einzuprägen und zu merken

Jetzt sollte klar sein, warum man verschiedene Tonarten benötigt, dass dabei die schwarzen Tasten eine Rolle spielen und wo bei den einzelnen Tonarten die schwarzen Tasten liegen.

Like Birds

Tess_CDCover_210Dieses Lied befindet sich ebenfalls auf der CD Tess, die 1995 mit dem Tubisten Ali Angerer entstanden ist.

Es geht um das Gefühl des Fliegens und das ist etwas, was Jazzmusiker durch Improvisation erreichen möchten und nicht mit Drogen ;-)

“Like Birds” (c) 1995 by Dietmar Gabl

Koppeln und Entkoppeln

Ich habe im vorigen Artikel darüber gesprochen, dass es für sämtliche neuen Eindrücke bereits vorhandene Strukturen gibt, in die wir diese einordnen.

Sind diese Stukturen fest verankert, oder können sie verändert werden? Die moderne Hirnforschung geht davon aus, dass es möglich ist, auch im Erwachsenenalter, Synapsenverbindung zu lösen und neu zu organisieren. In dem Artikel Wusstest du schon, Gehirn und Fernsehen wird näher auf die Funktion der Synapsenbildung eingegangen.

Wie können die Synapsenverbindungen neu organisiert werden? In dem man Erfahrungen und Eindrücke von den alten Strukturen entkoppelt, oder in dem man sie an etwas neues koppelt.

Entkoppeln funktioniert beispielsweise durch Meditation, Koppeln funktioniert durch Lernen oder durch Identifikation mit neuen Haltungen oder Visualisierung von neuen Situationen.

In der Arbeit mit improvisierter Musik ist man auch ständig mit beiden Dingen beschäftigt. Einerseits dem Erarbeiten und Internalisieren von neuen Mustern und Strukturen – also Koppeln – und andererseits am Erlernen von Techniken, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und sich auf musikalisches Neuland zu begeben – also Entkoppeln.

In immer wieder kehrenden musikalischen Situationen, etwa eine bestimmte Akkordfolge, liegt die Versuchung nahe, immer ähnliche Wege zu beschreiten und immer die gleichen Muster zu verfolgen. Das ist verständlich, denn das verleiht Sicherheit. Rein ökonomisch betrachtet bedeutet, diese Muster zu verlassen, zunächst einen größerem Aufwand. Das “Neuland”, auf dem man sich dann aber befindet, wirkt auf den Musiker äußerst inspirierend, so dass man die zusätzlich aufgewendete Energie wieder zurück bekommt.