Wenn ich mich in meinem persönlichen Umfeld umhöre, habe ich den Eindruck, dass sehr viele Jazzmusiker Weihnachtslieder lieben.
Ich kann das gut verstehen. Einerseits gibt es viele Swinging Christmas Songs, aus denen man musikalisch was interessantes machen kann, andererseits funktionieren Weihnachtslieder ähnlich wie Jazzstandards: Jeder im Publikum kennt sie und hat dadurch einen Bezugspunkt. Das ermöglicht interessante Arrangements, die sich von den Originalen entfernen können.
Ich habe sowohl mit meiner Band, als auch Solo viele Barmusik – Gigs in der Weihnachtszeit, bei denen es ausreichend Gelegenheit gibt, Weihnachtslieder zu spielen.
Für mich persönlich sind Weihnachtslieder auch aus einem anderen Grund spannend. Indem man sie immer nur einen Monat im Jahr spielt, integriert man die neuen Arrangement – Techniken und die neuen Voicings, die man im Laufe des vergangenen Jahres dazu gelernt hat, in die alten Weihnachtslieder. Das ist eine interessante Gelegenheit, zu beobachten, was alles dazu gekommen ist und wie sich die eigene Musik weiterentwickelt.


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